Wochenrückblick 9/17

Diese Woche war die Woche vor meiner Premiere. Langsam aber sicher verliere ich die Nerven, weil die Zeit so schnell vorbei geht und ich nicht wirklich etwas schaffe.

Montag war ich bei einem Vorstellungsgespräch und verbrachte dann den Rest des Tages im Theater. Immerhin konnte ich ein Buch zu Ende lesen (Rezension folgt!) und ein anderes voranbringen.

Dienstag sah ich „Hiob“ im Theater. Ein solides Stück, irgendwie. Ich kenne die Vorlage nicht, mir war zwischendurch auch ein wenig langweilig, einige Stellen hätten kürzer gefasst werden können. Manchmal verstehe ich eben die Entscheidungen der Regisseure nicht, etwas so lange auszuschlachten, bis man es nicht nur kapiert hat, sondern auch genervt davon ist. Und einige Schauspieler helfen dabei auch absolut nicht. Die Musik von Daniel Kahn fand ich dagegen absolut cool und ich hätte gern mehr gehört. Gut, dass er ein Konzert bei der Langen Nacht der Theater gibt!

Mittwoch bekam ich dann den Job, bei dem ich mich am Montag vorgestellt hatte. Ich bin nun offiziell die Filmfest Open Air Koordinatorin. Spannend! Ich bin so ziemlich allein dafür zuständig, dass dieses Open Air läuft. Momentan bin ich noch damit beschäftigt mit den Filmemachern zu sprechen und alle Filme zusammen zu suchen. Diese neue, doch recht wichtige Aufgabe stresst mich jedoch ziemlich. Kann sein, dass es eben auch daran liegt, dass ich immer nervöser wegen meiner Premiere werde. Aber da sind ja dann noch andere Projekte, die erledigt werden müssen, weil ich eben das Geld brauche. Am Mittwoch Abend sah ich dann das bisher beste Wunschkonzert im Theater! Alle Teilnehmer, ob nun Ensemble oder Privat, waren so hervorragend! Es war ein Abend voller Lachen, Feiern und Freuen. So super! Lag vielleicht auch daran, dass zwei mir sehr wichtige Personen mitgemacht haben (und mein Clubleiter :D) aber es war einfach ein toller Abend.

Donnerstag bekam ich meine Geige! Und mein Stylophone! Und mein Ukulelenkapo. Ich bin musikalisch jetzt schon viel besser ausgerüstet. (Obwohl ich schon wieder einiges auf meiner Wunschliste bei Amazon habe…) Die Geige muss sich noch erholen, wird aber täglich einmal gestimmt. Das hält dann so 3 Minuten, bis sie wieder verstimmt ist. Ist aber normal. Das brauch noch ein bisschen. Trotzdem klimper ich immer mal schon drauf rum, was meine Nachbarn sicher total toll finden. Bisher kommen nur schiefe Töne raus. Aber das wird schon. Ich freue mich jedenfalls total! Denn Geige spielen ist schon lange eines der Dinge, die ich unbedingt mal ausprobieren wollte. Und wieso nicht mit einer billigen Geige von Amazon? Vielleicht hab ich ja absolut kein Talent dafür 😀 Donnerstag hatte ich dann auch Probe, leider ohne unseren alles wissenden Pianisten, weswegen alles ein wenig chaotisch war. Aber ich probte dann noch mit zwei mir ganz lieben Personen etwas länger (Geige, Ukulele und Gitarre) und war sehr happy. Spontan entschied ich mich dann dafür mir „Selfies einer Utopie“ anzusehen. Das ist eine Theaterreihe im Kleinen Haus 3, geschrieben von einem Freund von mir, bei dem immer drei Schauspieler aus dem Ensemble die Texte lesen und lustige Dinge dabei machen. Manchmal ist es eher nicht so witzig, aber am Donnerstag hab ich Tränen gelacht.

Freitag war dann ein Tag voller Dates. Ich hatte ein Mittagsdate mit einer sehr guten Freundin und wir haben sehr lecker gegessen. Dann hatte ich ein Bürodate um die Filme runterzuladen und auf die Festplatte zu kopieren und Mails zu schreiben. Ich muss Montag mit zwei Personen telefonieren! Ich hasse telefonieren T_T Dann traf ich kurz eine wichtige und liebe Freundin, der es nicht gut ging und umarmte sie fest. Dann stand das obligatorische Theater-„Date“ an. Arbeiten eben. Zweite Hälfte von Nathan der Weise gesehen. Das Stück mag ich eigentlich sehr, aber beim 7. Mal ist es dann nicht mehr ganz so spannend. Trotz Umbesetzung. Danach hatte ich ein Ukulelen-Date und war so nervös wie noch nicht. Aber nur davor. Der Abend endete mit viel Musik und coolen Beats und billigem Gin, den wir pur trinken mussten, weil nix anderes da war. Hach.

Samstag hatte ich dann definitiv zu wenig Schlaf aber ich hatte zugesagt, bei einem Umzug zu helfen. Das war auch echt lustig, obwohl ich neben den beiden, die umziehen, nur eine Person kannte. Aber Umzüge bringen ja zusammen. Es endete damit, dass ich die Bücher nach Farbe und Größe sortierte und dafür sehr viel Lob einheimste (höhö) und neidisch wurde, weil ich auch ein Musikzimmer haben möchte. Am Abend traf ich mich mit einem Kumpel, der gleich gegenüber wohnt. Wir gingen sehr kompliziert einkaufen, machten selbst Pizza, aßen Eis mit Kirschen und tranken zwei Weinflaschen aus. Dabei machten mir ganz viel Musik auf der Ukulele, Gitarre, Geige, Stylophone und meinem Keyboard, das mehrere Drum-Set-Einstellungen hat. Eine Freundin aus dem Theater kam noch vorbei und zu dritt bastelten wir am besten Beat der Welt. So true!

Heute muss ich einiges schaffen (Artikel schreiben, Video schneiden, Üben, Lernen, Wäsche waschen) und habe bisher Musik gemacht, Aquarell-Buchstaben gemalt und mir überlegt, wie ich mein Wohnzimmer so umstellen kann, dass ich mein Musikkram hier besser aufbewahre. Außerdem bewundere ich meinen ersten Bloomon-Strauß, der gestern per Post kam. Er ist soooo wunderschön und ich bin ganz begeistert. Blumen im Haus zu haben erhöht die Frühlingsgefühle um 1000.

Nächste Woche ist es soweit: Premiere! Ich bin gespannt wie mein Geigenbogen, nur dass mir das Kolophonium fehlt. Denn vor Aufregung krieg ich kaum einen Ton raus. (Ha! Geigen-Metaphern!) Aber dazu sicherlich mehr im nächsten Wochenrückblick.

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