Reise

Geht auch ohne Schnee – Österreich im Sommer

Urlaub mit Freunden kann jeden Ort zum Abenteuer machen. So ging es unserem Alpenerholungs e.V. auch. Wir, fünf Freunde, fuhren – wie so Erwachsene – mit dem Auto nach Österreich, genauer gesagt, nach Königsleiten.

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Hier findet ihr auch wieder eine interaktive Karte.

Nur, warum im Sommer? Ist Österreich nicht immer im Winter das Reiseziel Nummer 1?

Ein bisschen Schnee muss doch sein

Bei schönstem Wetter bestiegen wir den Hintertuxer Gletscher. Mein Tipp: fahrt erst nach 11:45 Uhr da hoch, dann sind die Karten weitaus billiger. Die ganze Seilbahngeschichte ist definitiv nicht billig, aber es lohnt sich auch im Sommer sehr. Wer kann schon behaupten, im Sommer mal eine Schneeballschlacht gemacht zu haben? (außer die auf der Südhalbkugel). Außerdem ist die Aussicht der Hammer!

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Aber es geht auch ohne!

Nicht weit weg von Königsleiten kann man die Krimmler Wasserfälle besuchen. Sie sind die höchstgelegenen Wasserfälle Europas. Man läuft einen schönen, schrägen Wanderweg hoch (keine Stufen!), bis zur ersten Station, bei der man super leckere Suppe (und anderes) und Bier genießen kann. Dann geht es noch ein Stück weiter hoch. Es wird steiler und steiler. Der dort gekaufte Wanderstock war definitiv die Investition wert. Ganz oben hat man eine schöne Aussicht. Dann könnte man noch weiter ins Tal laufen, aber soviel wollten wir dann doch nicht mehr. Die Wegangaben sind meist in Zeiten, statt Entfernung, angegeben. Und zwei weitere Stunden (in unserem Tempo allerdings eher 4 Stunden) wollten wir uns nicht antun.

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Ein Highlight ist auch der Wasserfall von unten. Man kann quasi in der Gischt baden. Vielleicht interessiert sich ja jemand von euch für die Kraft des Wassers und dessen esoterische Heilwirkung 😉
Es gibt noch die Krimml Wasserwelt. Dafür und für den Wasserfall gibt es Kombitickets, die ich aber nicht empfehle. So toll ist die Wasserwunderwelt leider nicht. Mit Kindern, die etwas über Wasser lernen sollen/wollen, wäre es eine Überlegung wert. Ansonsten gebt nur die 3 Euro für die Wasserfälle aus und ihr habt den ganzen Tag zu tun.
Noch ein Tipp: nicht den teuren Parkplatz benutzen, sondern direkt an der Straße an die Seite fahren. Dort werden die Plätze für 5 Euro für den _kompletten_ Tag angeboten! Billiger geht es nicht. Aber auch hier gilt: der frühe Vogel – und so!

So ein Käse unter Tage

Wir besuchten auch das Schaubergwerk (siehe Karte) und die dazugehörige Schaukäserei. Für 12 Euro werden mehrere Sachen beworben. Im Grunde sind es aber nur diese beiden Sachen. Wir wanderten erst einmal eine kleine Ewigkeit den Berg herunter über Schleichwege. Hielten bei einer kleinen Kirche an und ließen uns die Legende dazu erzählen. Dann ging es in das Bergwerk. Die Frau, die uns da durchführte, war wirklich witzig. Im Bergwerk gab es nicht sooo massig was zu sehen, aber es war feucht und dunkel und wir durften eine Explosion mitbekommen 😉 Dann konnten wir mit einer umgebauten Bimmelbahn (angetrieben von einem Traktor) wieder hoch zum Ausgangsort fahren. Dort gab es kurz eine Einführung in die Käseherstellung. Dann kam das Finale: die Käseverkostung. Wie Raubtiere kämpften alle um ein Stück Käse und ein Stück Schinken. Aber es war wirklich lecker! Da kauft man gern für 5 Euro ein Stück Käse. Für Kinder gab es dann noch den Streichelzoo, aber das waren ein paar Esel, Schweine, Rehe und zwei sehr verliebte Kaninchen. Die Ziegen wollten meine Tüte fressen, anscheinend mochten sie auch den Schinken.
Auch hier lohnt es sich schon vormittags da zu sein, da es sonst zu viele Leute werden können.

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Zu Fuß oder auf vier Rädern

Im Grunde lohnt sich so ein Österreich-Urlaub wirklich nur mit einem Auto. Öffentliche Verkehrsmittel sind kaum vorhanden in den abgelegenderen Ecken. Und gerade nach Königsleiten fährt kaum was. Mit Auto ist man auch freier in der Gestaltung seiner Vorhaben.

Ansonsten kann ich empfehlen viiiel zu laufen. In Königsleiten direkt gibt es auch eine Seilbahn, die auf die Bergspitze führt. Da kann man aber auch hoch laufen. Ich bin nur runtergelaufen, bin im Regen los und unterwegs gruselten mich die aufsteigenden Wolken irre, doch dann verschwanden sie und wir durchbrachen die Wolkendecke. Es erschien eine grandiose Aussicht, die Sonne und ein Regenbogen.

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Ein See, viele Möglichkeiten

Der Stausee gleich vor unserer Nase, der Durlaßboden Speicher, bietet auch viele Möglichkeiten. So viel, dass wir gar nicht alles geschafft haben. An der Staumauer gibt es ein schönes Restaurant mit Räucherei. Außerdem lässt es sich dort schön Spazieren gehen (siehe Foto). Auf dem See selbst kann man Surfen und Paddeln. Eine Wandertour um den See dürfte so drei Stunden dauern (aber wir kennen ja diese Zeitangaben…). Auf der anderen Seite des Sees kann man, wenn es warm ist, sogar Baden gehen. Am Speicher-Anfang, also da, wo das Wasser vom Gletscher unten in den See kommt, da gibt es noch ein sehr gutes Restaurant mit riesigen Portionen. Auch da gibt es einen Streichelzoo mit allerhand niedlichen Tieren. Für Kinder ist dies ein Paradies, da es viel Spielfläche gibt.

In der Mündung war eher mein Spielplatz. Ich bin großer Steinfreak und so lief ich durch die Mündungsgegend und suchte nach tollen Steinen – und Gold. Goldstaub war auch zu finden, aber die Goldpartikel waren so winzig, dass es sich nicht lohnte was mitzunehmen. Ein kleines Abenteuer ist es allemal.

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Städtebesuche

Dank des Autos besuchten wir auch zwei naheliegende Städte: Innsbruck und Zell am See. In Innsbruck gibt es ein paar schöne Sehenwürdigkeiten. Aber auch so lohnt sich ein Stadtspaziergang. Und dort gab es ebenfalls so leckeres Essen! Natürlich waren wir auch Sachertorte im Café Sacher essen 😉 Und das Goldene Dach haben wir auch gesehen. Großes Highlight war allerdings der Schnapsladen. Man konnte alle Sorten testen! Hui!

Zell am See ist allgemein sehr schön, eben wegen dem See. Leider hat es an dem Samstag ohne Ende geregnet. Dort würde sich auch eine Bootsfahrt und auch eine Badetour lohnen. Das war auch nicht mein erster Besuch in Zell am See. Ihr merkt also: es lohnt sich öfter mal vorbei zu schauen.

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Einmal ist keinmal

Das war mein vierter Besuch in Österreich. Dreimal war ich davon in Königsleiten. Das andere Mal in Zell am See. Es zieht mich also immer wieder in die gleiche Ecke. Königsleiten hat auch recht bezahlbare Wohnungen. Wie das ganze im Winter ist, kann ich nicht beurteilen, aber es scheint schon sehr sehr beliebt zu sein. Denn so viele Hotels, wie da plötzlich standen, kann es gar nicht umsonst geben.

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