Frühling in Paris – 10 Tipps für die Stadt des Lichtes

Frühling in Paris – 10 Tipps für die Stadt des Lichtes

Eiffelturm

Im März 2014 war ich das erste Mal in der Stadt des Lichtes (nicht der Liebe!). Das war auch mein erster längerer Aufenthalt in Frankreich. Zwar hatte ich 7 Jahre Schulfranzösisch gehabt, doch viel brachte es mir nicht, wenn man 7 weitere Jahre kein einziges Wort spricht. Aber ich kannte noch einige Sehenswürdigkeiten aus dem Französischbuch und einige andere ja sowieso vom Kunstgeschichtsstudium. Es sollte also sehr spannend werden.

Die Woche war wirklich schön. Meine zwei Begleiter und ich hatten wundervolles Wetter, so richtig schön Frühlingshaft. Und trotz dass einige Bäume noch sehr kahl waren, fingen die ersten schon an zu blühen. Oft liefen wir ohne Jacke rum und hielten unseren Mittagsschlaf auf grünen Wiesen ab. Wir stressten uns nicht mit den Sehenswürdigkeiten, haben aber dennoch viel gesehen. Ein sehr entspannter erster Besuch von Paris!

Wir waren in einer Zeit in Paris, in der die Luftverschmutzung sehr sehr hoch war. Deswegen hatten wir auch das Glück, kostenlos Metro und Bus fahren zu können. Außerdem waren die Elektroautos kostenlos, das Parken kostenlos und die Räder etwas billiger. Die Luftverschmutzung hat uns aber nur ein zwei mal die Sicht versaut und ansonsten recht gut in Ruhe gelassen 😉 Dafür kostenloses Metro fahren! Yay. Aber kommen wir nun zu meinen exklusiven Paris Tipps aus dieser Woche:

1. Metro fahren

Eine Einzelfahrt kostet 1,70€, was schon billiger ist als in Dresden. Trotzdem summiert sich das ganze, wenn man nicht so ein Glück hat wie wir. Mein Tipp: eine Zehnerkarte kaufen, da kostet die Einzelfahrt dann nur 1,30€ und man kann sie mit mehreren Leuten teilen. Eine Wochenkarte ist wiederum sehr teuer. Vor allem wenn das Wetter schön ist und man lieber oberhalb des Erdbodens seine Zeit verbringen möchte.

Metro

2. Fahrrad fahren statt laufen!

Paris ist ja nun doch sehr groß und die Metro auf die Dauer teuer. Aber es gibt ja noch die tollen Ausleihfahrräder! Am besten funktioniert das Ausleihen mit einer Kreditkarte. Laut unseren Erfahrungen geht aber nur ein Rad pro Kreditkarte – im Internet ließt man Gegenteiliges. Ich schätze, es kommt drauf an, wie viel Geld man als Rahmen zur Verfügung hat. Es gibt nämlich eine Kaution von 150€ die „reserviert“ wird bei der Bank. Wenn dann irgendwas mit dem Rad nicht stimmt und man es nicht wieder abgibt, wird diese Kaution vom Konto abgebucht. Also muss man den Rahmen an Geld pro Rad auf der Kreditkarte haben.

Wichtig: schaut euch vorher die Räder an und sucht euch ein fahrtüchtiges raus: Reifen prüfen, Pedale und Bremsen prüfen und gegen Abend auch das Licht. Der Sattel ist verstellbar, sollte aber trotzdem geprüft werden. Zwar haben die Räder grüne oder rote Lichter, aber manchmal sind schon einige sehr kaputte als „grün“ dargestellt worden. Also aufpassen!

Räder

Habt ihr euch ein fahrtüchtiges Rad rausgesucht, dann stellt ihr am Automaten ein, welches ihr haben wollt. Nachdem ihr Geheimzahl und Ticket bekommen habt, gebt ihr die Nummer des Rades ein und dieses wird dann entriegelt. Man hat dann 60 Sekunden Zeit das Fahrrad „herauszuheben“. Am Besten funktioniert das mit mehreren Personen.

Die erste halbe Stunde der Ausleihe ist kostenlos. Danach staffelt sich der Preis pro halbe Stunde bis 4 Euro (die teuerste halbe Stunde). Der maximale Ausleihrahmen ist 23 Stunden und 59 Minuten. Es gibt auch Wochentickets. Ich habe für etwas über eine Stunde 3 Euro bezahlt.

Achtung beim wieder abgeben: in Touristengegenden dürften die Stationen am Tag sehr voll sein. In der Nähe des Eiffelturms mussten wir mehrere Stationen abfahren bis wir genügend freie Plätze gefunden hatten. Hier einfach das Rad in eine leere Station stellen und warten bis es grün leuchtet und wichtig: am Automaten wieder auschecken! Da bekommt ihr dann auch einen Zettel mit eurer Zeit und dem abgebuchten Geld.

3. Eiffelturm – ein bisschen Sport muss sein!

Um lange Wartezeiten am Eiffelturm zu verhindern, nehmt einfach die Treppe! Ein Aufstieg bis zur zweiten Etage kostet 5 Euro (normal Preis). Klar sind die Treppen anstrengend, aber junge Leute packen das locker. Außerdem kann man sich ja etwas Zeit lassen. Auf der zweiten Etage kann man dann noch für weitere 6 Euro den Lift auf die dritte Etage kaufen. So spart man sich wirklich eine Menge Zeit und Beine in den Bauch stehen und hat gleich sein Workout geschafft. Die Aussicht lohnt sich wirklich! Aber sucht euch einen guten Tag aus. Wir hatten, trotz Luftverschmutzung, den besten Tag der Woche gewählt. Perfekte Sicht!

Blick Eiffelturm

4. Essen am Montmartre – leckerste Panini, Crépes und Baguettes!

Da wir den Luxus des kostenlosen Metro fahrens hatten, sind wir fast jeden Tag zum Montmartre gefahren. Steigt man bei Anvers aus und läuft direkt die Touri-Straße hoch zur Sacré Cœur, befinden sich links und rechts zwei Baguette-Stände. Der rechte Stand (wenn man auf die Kirche guckt) hat Crépes mit Zucker für nur 1,90€, super große und leckere Baguettes für 3,50€ und das tollste Panini ever, mit Lachs, Tomate und Käse für 4,10€. Man kann es warm machen lassen und es wird wirklich frisch belegt. Ein Traum!

Dann kann man die paar Stufen hochlaufen zur Sacré Cœur und sich auf eine der Wiesen niederlassen und sein leckeres Essen mit Blick auf Paris (sofern die Sicht gut ist) genießen.

Sacre Coeur

Essen und Sicht

Achtung vor Bändchen-Verkäufern, die sind wirklich penetrant nervend! Arme anziehen und ignorieren, bloß nichts andrehen lassen! Auf den Wiesen wird außerdem Heinecken verkauft, sofern ihr das nicht unterstützen wollt: ignorieren und eigenes Bier mitbringen. Gegen Abend und an Wochenenden gibt es meist Live-Musik von No-Name-Künstlern oder andere akrobatische Einlagen hoch über Paris. Sehr zu empfehlen!

5. Eine Bootsfahrt die lustig! Eine Seine-Tour.

Mit dem Batobus kann man von 10 bis 19 Uhr auf der Seine lang fahren und 8 Stationen anfahren. Man hat jederzeit die Möglichkeit von Bord zu gehen und wieder an Bord zu gehen. „Hop off and on as you like“.

Ein Studententicket kostet 9 Euro, ein normales 15. Eine Rundfahrt dauert 1 Stunde und 40 Minuten (circa, wir brauchten etwas länger bei der letzten Rundfahrt, die hören auch nicht um 19 Uhr direkt auf, sondern fahren die letzte Fahrt zu ende).

Seine

Die 8 Stationen beinhalten zum Beispiel den Eiffelturm, das Musee d’Orsay, Notre Dame, Louvre und einige andere interessante Sehenswürdigkeiten. Wir haben den ganzen Tag damit verbracht Boot zu fahren und uns die Stationen anzugucken. Definitiv eine Investition für den ganzen Tag!

6. Wartet nicht zu lange mit dem Paris-Besuch!

Ich habe leider etwas zu lange gewartet. Wenn man unter 25 ist, sollte man wirklich dringend nach Paris, denn die meisten Sehenswürdigkeiten geben unter 25 freien Eintritt! So zum Beispiel der Triumphbogen: ist man unter 25 kann man ihn kostenlos besteigen, danach kostete es schon wieder 5 Euro. Außerdem bekommt man viele Vergünstigungen unter 25. Ich bin leider knapp drüber 🙁

7. Frühlings-Kinotage in Paris

Im Frühling gibt es in Paris eine Besonderheit: die Kinotage! Für drei Tage im März kosten alle Filme, in allen Kinos, zu jeder Zeit nur 3,50€! Dieses Jahr waren das die Tage vom 16.-18. März. Wir hatten also Glück und konnten uns Grand Budapest Hotel im Gaumont Kino an der Champs-Elysée für nur 3,50€ angucken. Ein Schnäppchen!

8. Kostenlose Aussicht auf Paris!

Wer kein Geld für den Eiffelturm oder den Triumphbogen ausgeben möchte, der kann sich auch eine kleine Draufsicht auf Paris kostenlos erhaschen. Von den Dachterrassen der Kaufhäuser Lafayette und Printemps hat man auch eine wunderschöne Sicht auf den Eiffelturm. Beide Terrassen sind kostenlos zu erreichen, einfach ganz nach oben fahren! Aber Achtung: Bei Printemps gehört die Dachterrasse zu einem Restaurant, weswegen man nichts zu essen oder zu trinken mit raufnehmen darf (die sind wirklich penibel dort). Wahrscheinlich sind dort weniger Touristen. Allgemein war es an einem Montag Nachmittag sehr ruhig dort – also zu empfehlen!

Lafayette

Blick Terrasse

9. Kleine Cafés sind die besten Cafés!

Wenn ihr die Möglichkeit habt, geht in kleine lokale Cafés für Kaffee oder etwas zu essen. Die großen sind eh meist überfüllt und viel zu teuer (gerade auf Montmartre, ein Espresso für 3,50€?). Wir waren in einem kleinen Café names Les Timbrés in der Nähe der Metro Station Vaugirard. Der Kaffee (auch nur ein Espresso) kostet dort nur 1,40€ und man bekommt eine riesige Wasserflasche dazu. Außerdem hat sich der tolle Barkeeper an uns erinnert als wir ein zweites Mal da waren! Voll nett 🙂

10. Eher ein Tipp für Vegetarier

Achtung, es gibt nur wenige vegetarische Gerichte. Die meisten Baguettes sind mit Fisch (viel Lachs und Thunfisch) oder Schinken und Hühnchen. Es gibt noch die Variante mit Tomate und Camembert oder Ei. Aber da muss man schon suchen. Selbst bei McDonalds gibt es keinen Veggiburger. Dafür gibt es dort eine Menge Obst und Gemüse, mehr als bei uns. Also als Vegetarier müsst ihr einfach ein bisschen mehr suchen. Aber es lohnt sich.

Eiffelturm2

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